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Geschichten vom "Brummbäropa"

Victor v. Wilcken
Sao Luis den 7.12.2006




Für meinen Enkel Anton !

Der Brummbäropa ist ein gemütlicher alter Herr mit weißen Haaren, einem weißen Bart und einem dicken Bauch und einer tiefen Stimme. Seine Tochter, die Mutter von Anton hat ihn auch den Brummbär getauft. Er lebte zu der Zeit als er diese Geschichten aufschrieb in Hessen auf einem alten Gutshof auf dem, in dem Gärtnerhaus auch lange Zeit die Gebrüder Grimm, die Verfasser der Grimm´schen Märchen gelebt haben. Dort gibt es auch viele große Wälder und der Brummbäropa machte dort oft große stundenlange Spaziergänge. Er hatte sich auch extra einen Wanderstock aus einem jungen umgefallenen Baum geschnitten denn es ist für ihn manchmal schon beschwerlich ohne Hilfe die steilen Berge hinauf und hinunter zu gehen. Oft begleiteten ihn dabei die Hunde Scalli und Mulder die dann immer wie der Blitz durch den Wald jagten, so schnell dass er sie immer sofort aus den Augen verliert. Wenn er sie jedoch rief, waren sie gleich wieder da.
Die beiden Hunde, Scalli ist eine Hündin und Mulder ihr Sohn leben auf der Burg in dem Dorf in dem auch der Brummbäropa wohnte. Er lebte dort noch gar nicht so lange, vorher hat er in einer großen Stadt in Norddeutschland, genau in Bremen, gewohnt aber er ist in das Dorf gezogen weil er in der Burg die sehr alt ist, wie alt sie wirklich ist weiß kein Mensch so genau zu sagen, auf jeden Fall älter als 700 Jahre, die verschütteten geheimen Gänge und Gewölbe ausgrub und davon gibt es viele. Oft musste er vorher noch den Eingang finden.
Auf der Burg hat in grauer Vorzeit ein mächtiges Rittergeschlecht gelebt dass sich durch viele Heldentaten in der damals sehr unruhigen und kriegerischen Zeit hervor getan hat. Noch heute berichten die Chroniken von ihren Taten.
Die Burg gehört auch heute noch den Nachfahren dieser großen Ritter, auch wenn sie heute keine Ritter mehr sind sondern Förster, Handwerker, Architekten oder andere Berufe ausüben.
Der Brummbäropa, dessen Vorfahren auch einmal Ritter waren die dem deutschen Orden angehörten, ist viel in der Welt herum gekommen und hat viel erlebt und hat auch viele Geschichten gehört, jedenfalls möchte er sie Dir hier an dieser Stelle erzählen. Auch wenn er eine Geschichte beginnt mit "ich war einmal"... oder "es war einmal..." musst Du nicht immer alles glauben, denn der Brummbäropa flunkert manchmal ganz gerne. Aber was davon Wahrheit und was Flunker-Geschichten sind, musst Du selber heraus finden.
Aber das ist bestimmt nicht immer ganz einfach denn manchmal weiß das selbst der Brummbäropa nicht so genau.
Jetzt wohnt der Brummbäropa in Portugal, wo er ein altes Haus auf einem großen Grundstück besitzt.





Wie das Schwein "Elsa" zu dem Brummbäropa kam !

Als der Brummbäropa einmal vor schon längerer Zeit in eine kleine Stadt in Nordhessen zur Kur geschickt wurde, lernte er eine Reiterin kennen die in ihrem Reitstall neben ihren Pferden auch ein süßes kleines schwarzgeflecktes Ferkel hatte. Es war so klein dass er es auf den Arm nehmen konnte und es sich gut auf dem Unterarm an den dicken Bauch von dem Brummbäropa schmiegen konnte. Als die Reiterin, nennen wir sie mal Thekla, erfuhr dass der Brummbäropa in Bremen einen kleinen Bauernhof hatte, schenkte sie dem Brummbäropa dieses niedliche kleine Schwein. Sie wusste nicht nur dass Schweine und Pferde sich nicht so gut vertragen, sondern auch das Schweine die Angewohnheit haben sehr schnell zu wachsen und man auf ihnen auch nicht reiten kann.
Sie selber hatte Elsa einmal das Leben gerettet. Das war so: Als sie mal in der Nähe von Bad Wildungen, so heißt diese kleine Stadt, über Land fuhr sah sie wie ein Bauer gerade mit dem kleinen Ferkel aus dem Stall kam um dieses kleine Tier totzumachen weil er glaubte dass es krank und nicht überlebensfähig sei. Thekla ließ sich dies kleine Schwein schenken und nahm es mit nach Hause, packte es in eine Kiste mit viel Stroh und stellte eine Höhensonne darüber damit das kleine Schwein es immer schön warm und gemütlich habe. Sie fütterte das kleine Ferkel mit Milch, Nudeln und Kartoffeln, streichelte es jeden Tag und taufte es auf den Namen Elsa. Der Brummbäropa hatte einmal eine Oma die früher nicht nur auch in Bad Wildungen gelebt hatte sondern auch in der Straße in der nun das Schwein Elsa wohnte. Sie hieß zufällig auch Elsa, war aber schon lange Zeit vorher gestorben. So war es für den Brummbäropa eine doppelte Verpflichtung das Schwein Elsa mit nach Hause zu nehmen.
Als nun die die Kur zu Ende ging fuhr der Brummbäropa mit seinem Auto, einem alten Mercedes auf dessen Kühler er anstelle eines Sterns ein Teesieb montiert hatte zu Thekla um Elsa abzuholen. Da er sich aber im Transport mit Schweinen überhaupt nicht auskannte, die einzigen Tiere die er bisher transportiert hatte waren immer seine Katzen gewesen, packte er Elsa in einen Pappkarton und stellte diesen auf den Rücksitz. Elsa schien dies aber nicht so sonderlich gut zu gefallen so alleine in dem engen Karton. In Null-Komma-Nix hatte sie ein Loch in den Karton gemacht, kletterte nach vorne und setzte sich sofort dem Brummbäropa auf dem Schoß.
Ich weiß nicht wie gut Ihr Du es Dir vorstellen kannst wie es ist wenn man mit einem Schwein auf dem Schoß Auto fährt, was würde wohl die Polizei dazu sagen und überhaupt war Elsa gar nicht angeschnallt.
Der Brummbäropa hielt an, packte Elsa wieder in dem Karton und da er genug Bindfäden bei sich hatte, verschnürte er den Karton zu einem festen Paket aus dem Elsa auch nicht mehr herauskonnte. Das gefiel Elsa aber überhaupt nicht, sie wollte viel lieber auf dem Schoß vom Brummbäropa sitzen und fing ein mordsmäßiges Geschrei und Gequieke an. Der Brummbäropa machte darauf das Radio an, bei den Katzen hatte es immer Wunder gewirkt aber Elsa ließ sich davon nicht beeindrucken. Vielleicht kannst Du Dir vorstellen welch ein Konzert das war, vorne Radio hinten Schwein und der Brummbäropa war erst drei Kilometer gefahren und hatte aber noch dreihundert Kilometer vor sich.
Mit einen mal kam ein sehr strenger Geruch von hinten, es stank fürchterlich, Elsa hatte einen Haufen in den Karton gemacht und Schweinekacke riecht nun mal nicht nach Rosen. Das war dem Brummbäropa nun doch zuviel. Er hielt an, packte alle Koffer aus dem Kofferraum, verstaute den Karton mit Elsa in den Kofferraum nachdem er die Schweinekacke rausgeholt hatte und die Koffer kamen auf den Rücksitz. Nun konnte er ohne Schweinegequieke und mit frischer Luft weiter nach Hause fahren. Er hielt alle halbe Stunde an um zu gucken ob es Elsa auch gut ging und sie freute sich jedes mal wenn sie den Brummbäropa sah.
So kamen beide, wenn auch später als geplant, wohlbehalten in Bremen an und Elsa bezog eine Box im Pferdestall mit viel Stroh und einer Höhensonne den es war Januar und noch recht kalt draußen.
Elsa lebte dort vergnügt, wuchs sehr schnell und bald konnte der Brummbäropa sie auch nicht mehr auf den Arm nehmen, weil sie viel zu schwer wurde. Dafür bekam sie aber einen Freund.

Aber das ist eine andere Geschichte die ich später erzählen werde.





Wie das Schwein "Elsa" einen Freund bekam !

Elsa von der ich schon vorher berichtet habe, wuchs heran wurde immer größer und dicker und der Brummbäropa der für sie bisher immer Nudeln und Gemüse beim Kaufmann gekauft hatte, musste sich nach einer anderen Ernährung für Elsa umschauen weil das für ihn viel zu teuer wurde. Er erkundigte sich bei den Bauern in der Nachbarschaft was Schweine so zu fressen bekommen und wurde immer mehr zum Schweine-Fachmann.
Thekla hatte ihm Elsa geschenkt unter der Bedingung das Elsa nicht geschlachtet und aufgegessen werden durfte aber das hatte der Brummbäropa auch garnicht vor, viel zu sehr hatte er sie in sein Herz geschlossen.
Es war mittlerweile Frühling geworden und der Brummbäropa machte mit Elsa immer große Spaziergänge. Sie lief wie ein Hund neben ihm her und gehorchte auch wie ein Hund. Alle Leute denen sie begegneten machten große Augen denn Männer mit Hunden an der Leine oder auch ohne Leine sahen sie täglich aber einen Mann mit einem Schwein dass darüber hinaus wie ein Hund gehorchte hatten sie noch nie gesehen und die beiden wurden fotografiert und kamen sogar in die Zeitung. Tagsüber durfte sie auf dem sehr großen Grundstück herumlaufen, Gras fressen und die Katzen ärgern. Ich weiß nicht ob Du das weißt aber Schweine fressen am liebsten Gras und Wurzeln, dazu wühlen sie mit ihrer harten Nase, die wie eine Steckdose aussieht immer dem ganzen Boden auf.
Elsa fühlte sich aber oft alleine, die Katzen wollten auch nicht so richtig mit ihr spielen und nicht selten besuchte sie den Brummbäropa in seiner Wohnung in dem alten strohgedeckten Bauernhaus. Am liebsten kam sie in die Küche wo es immer gut roch, Schweine haben eine sehr feine Nase und können überaus gut riechen, außerdem bestand immer die Möglichkeit dort etwas zu Essen zu finden.
Am liebsten wäre sie zu dem Brummbäropa mit in die Wohnung gezogen, schließlich lebte er auch in einer Wohngemeinschaft und sie hätte auch nichts dagegen gehabt er mit ihr zusammen in einem Bett geschlafen hätte. Aber aus ihr unverständlichen Gründen wollte das der Brummbäropa nicht. Auch Helga, seine Freundin war dagegen. Zumindest hätte er ihr aber erlauben können sich abends zu ihm aufs Sofa zu setzen damit sie gemeinsam fernsehen könnten. Auch die langen Winterabende vor dem Kamin hätten ihr besser gefallen als der Stall auf der Weide. Der Brummbäropa hätte auch Nichts dagegen gehabt aber seine Mitbewohner in der Wohngemeinschaft wollten das nicht. Dabei sind Schweine sehr saubere und sehr schlaueTiere. Aber manchmal pupsen sie und dann muss man immer sofort das Fenster aufmachen, auch aus diesem Grunde sind sie im Stall besser aufgehoben. Der Brummbäropa und seine Freundin Helga überlegten wie sie Elsa einen Freund besorgen könnten. Elsa hatte zum Schluss bei Thekla gemeinsam mit einem Schafsbock in einem Stall gelebt und die Beiden hatten sich gut vertragen. Der Bauer "Kalli" bei dem sie immer die Eier kauften, der Brummbäropa hatte damals nämlich noch keine Hühner, die kamen später, hatte kleine Schafslämmer Sie fragten ihn ob er ihnen nicht eines verkaufen könnte. Kalli verkaufte ihnen einen jungen Schafsbock den Helgas Kinder "Hans" tauften.
Der Brummbäropa hatte damals seinen Teesieb-Mercedes nicht mehr, der war leider kaputt gegangen aber er fuhr wieder eine "Ente" ein schönes Auto von dem es heute leider immer weniger gibt weil sie nicht mehr gebaut werden.
Er fuhr mit Helga zu Kalli um Hans abzuholen. Es war ein schöner warmer Tag, die Sonne schien und Hans saß bei Helga auf dem Schoß auf dem Beifahrersitz. Auf der Strasse waren viele Fahrradfahrer und Fußgänger unterwegs und wunderten sich das da ein Auto fuhr aus dem immer jemand "bääh...." rief.
Zuhause angekommen, der Brummbäropa der auch handwerklich sehr geschickt ist, hatte zuvor einen größeren Stall auf der Wiese gebaut und um die Wiese einen Zaun gemacht, wartete Elsa schon auf den Brummbäropa fast so als hätte sie geahnt das er eine Überraschung für sie hätte. Hans wurde auf die Wiese gelassen und nachdem die Beiden sich ausgiebig beschnuppert hatten tollten sie ausgelassen über die Wiese und wurden unzertrennliche Freunde. Nur beim Fressen verstand Elsa überhaupt keinen Spaß und fraß Hans immer alles weg. Hans wurde immer richtig böse und stieß Elsa mit seinen gebogenen Hörnern in die Seite, aber Elsa ließ sich nicht stören. So musste der Brummbäropa den Hans immer getrennt von Elsa füttern. Elsa hat das auch nicht böse gemeint aber Schweine sind nun mal sehr futterneidisch und Schafe sind nun mal lammfromm.

Elsa und Hans machten viele Dummheiten aber davon erzähle ich ein anderes Mal





Das Sommerfest beim Brummbäropa !

Auf dem Bauernhof vom Brummbäropa sollte wieder, wie jedes Jahr das Sommerfest gefeiert werden. Der Brummbäropa hatte dazu alle seine Freunde eingeladen und das waren nicht wenige denn der Brummbäropa war überall sehr beliebt und außerdem hatte er einen sehr schönen Bauernhof mit einem sehr alten Bauernhaus. Es war ein Fachwerkhaus mit einem Strohdach und schon über dreihundert Jahre alt und eins der ältesten Bauernhäuser in Bremen.
Die Vorbereitungen zu diesem Fest hatten viel Zeit in Anspruch genommen. Es mussten viele Bänke und Tische für die Gäste herangeschafft werden. Eine Bühne für die künstlerischen Darbietungen die geheimnisvoll angekündigt wurden, aufgebaut werden. Ein großes Zelt wurde aufgebaut für den Fall das ein kleines Gewitter als Überraschungsgast kommen sollte. Die Wiese auf der das Fest stattfinden sollte musste vorher gemäht werden. Limonade, Negerküsse und andere Süßigkeiten sowie Luftballons und Papierschlangen, Buntstifte und Malkreide Malblöcke und Schminkfarben und viele andere Dinge mussten besorgt und rangeschafft werden. Ein Klettergerüst und eine Balancierstange mussten aufgebaut werden. Ein dickes Tau zum Tauziehen wurde besorgt. Unter der Balancierstange wurde eine flache Grube ausgehoben und mit Wasser gefüllt aber bald war mehr Schlamm als Wasser darin.
Die Erwachsenen erschienen zum Sommerfest mit ihren Kindern und brachten ihre Getränke und Essensachen alle selber mit. Es wurden die verschiedensten Salate in Schüsseln auf die Tische gestellt. Frisches Fladenbrot vom Türken, Brot vom Bio-Bäcker, Gemüsetorten und all die wundersamen Dinge die in einer Küche entstehen konnten. Der Brummbäropa war kein großer Kochkünstler, am besten konnte Konservendosen aufmachen oder tiefgefrorene Pizza in den Ofen schieben. Manchmal gab es auch Spagetti Bolognese. Deshalb freute er sich auch immer ganz besonders auf das Sommerfest weil es dann immer so leckere Sachen zum Essen gab. Er aß auch besonders gerne und seinen dicken Bauch hatte er nicht vom Hungern bekommen. Der Grill musste nicht aufgebaut werden, der stand das ganze Jahr über an der gleichen Stelle.
Petrus hatte es gut mit ihnen gemeint. Der Himmel war strahlend blau, die Sonne schien als wollte sie als Ehrengast an dem Fest teilnehmen und es war so warm wie es sich für ein richtiges Sommerfest gehört.
Die Kinder interessierten sich natürlich als erstes für die Tiere, Elsa und Hans waren seit dem letzten Jahr größer geworden. Zwanzig Hühner, sechs Gänse und drei Enten waren hinzu gekommen. Alle Tiere wurden bestaunt und fachmännisch begutachtet. Der Brummbäropa hatte am Morgen extra keine Eier aus dem Hühnerstall geholt weil er wusste wie gerne die Kinder dies taten und sich über jedes Ei freuten das sie fanden. Die Gänse wurden mit dem nötigen Respekt betrachtet weil der Ober-Ganter dafür bekannt war dass er Fahrradfahrer die unerlaubt auf den Hof fuhren ins Hosenbein biss und vom Fahrrad zerrte. Er konnte auch genau unterscheiden wer dies durfte und wer nicht. Kinder die versuchten ihn oder die anderen Gänse zu ärgern taten dies nur einmal, er konnte dann richtig böse werden. Deshalb brauchte der Brummbäropa auch keinen Hund auf seinen Hof. Die Enten konnten gut fliegen und entzogen sich dem Rummel aufs Dach des Hauses und die Katzen nahmen die Gelegenheit war endlich mal wieder ausgiebig gestreichelt zu werden. Als sie davon genug hatten flüchteten sie ins Heu.
Mit einmal gab es ein großes Geschrei auf der Sommerfestwiese, irgend jemand hatte das Tor zu der Weide von Elsa und Hans offen gelassen. Hans und Elsa die Gesellschaften von Menschen sehr liebten waren auf die Festwiese gelaufen. Elsa die eine sehr gute Nase hatte und sehr verfressen war, der Brummbäropa pflegte immer zu sagen "wie der Herr so´s Gescherr", hatte einen Korb mit einer Schüssel voll Nudelsalat neben dem Tisch im Gras gefunden. In Null-Komma-Nix war die Schüssel leer und die Brötchen die auch noch mit in dem Korb waren hat sie als Nachtisch auch noch mit aufgefressen. Als sie dann die nächste Schüssel vom Tisch holen wollte wurde sie bemerkt und ihrer kulinarischen Reise, die gerade so verheißungsvoll begonnen hatte, wurde ein jähes Ende bereitet. Hans hatte sich in der Zwischenzeit damit vergnügt einige der Erwachsenen über die Wiese zu jagen, was Schafsböcken immer ein ganz besonderes Vergnügen bereitet. Der Brummbäropa hatte bald die beiden Ausreißer wieder eingefangen und sie durften als Zaungäste dem weiteren Treiben beiwohnen.
Die Kinder hatten bald die Balancierstange entdeckt auf die sie allerdings nur mit Badesachen oder Unterhosen oder ohne Alles durften. Denn wer von der Stange fiel, landete unten in der Matschkuhle, man konnte leicht den Eindruck gewinnen dass sie dort besonders gerne hineinfielen denn niemand kam freiwillig heraus. Als alle Kinder in der Matschkuhle waren wurde der Wasserschlauch geholt und die Kinder wurden abgespritzt damit man wieder erkennen konnte welches zu welchen Eltern gehörte. Das Tauziehen wurde über der Matschkuhle veranstaltet und die Verlierer landeten ebenfalls im Matsch. Da haben sogar die Erwachsenen, vornehmlich die Männer besonders gerne mitgemacht. So ein Schlammbad soll ja sehr gesund sein.
In der Zwischenzeit hatten Zauberer und Feuerschlucker, Gaukler und Akrobaten sich vorbereitet ihre Kunststücke auf der Bühne vorzuführen. Ich vergaß zu berichten dass im Haus mit dem Brummbäropa ein bekannter Bauchredner wohnte und der hatte alle seine Künstler-Kollegen eingeladen. Das war ein ganz besonderer Spaß und zum Schluss trat der Bauchredner mit der Show auf mit der er sonst nur im Fernsehen aufzutreten pflegte.
Das war ein Getobe und Schreien, ein Lachen und Freudengeheul auf der Wiese dass es eine Lust war dem Treiben zu zuschauen. Der Brummbäropa war schon immer ein besonderer Freund der Kinder und die Kinder mochten ihn auch immer besonders gern.
Der Tag neigte sich dem Abend zu, die Kinder durfte länger aufbleiben. Ein Lagerfeuer wurde entzündet und die Kinder konnten an langen Stöcken Fleisch braten oder Stockbrot backen, Kartoffeln in der heißen Asche backen oder einfach nur so im Feuer rumkokeln.
Die Erwachsenen hatten ihre Getränke ausgepackt, die Männer bedienten fachmännisch den Grill, andere hatten ihre Gitarren und andere Musikinstrumente mitgebracht und spielten am Lagerfeuer ihre melancholischen Lieder.
Das eine oder andere Kind schlief ein und wurde in den aufgestellten Zelten schlafen gelegt. Die Tiere schliefen schon lange. Bald schliefen alle Kinder und nur noch einige Erwachsene hielten am Lagerfeuer aus bis der Morgen graute.

So endete das Sommerfest beim Brummbäropa und alle freuten sich auf das nächste Jahr.





Elsa und Hans bekommen einen neuen Stall !

Der Brummbäropa wusste nicht wie groß Schweine werden können. Die meisten werden bevor sie groß werden zu Wurst und Schinken verarbeitet. Jedenfalls war der Stall plötzlich viel zu klein für Elsa und Hans. Elsa passte zwar gerade noch herein aber Hans musste immer draußen bleiben. In dieser Zweier-Beziehung hatte Elsa eindeutig das Sagen.
Um auch für spätere Eventualitäten gewappnet zu sein kaufte der Brummbäropa einen gebrauchten 25-Fuß-Container. Wenn Du nicht weißt wie lang ein 25-Fuß-Container ist, brauchst Du nur 25 Schuhe von Deinen Eltern zu nehmen und sie hintereinander aufzustellen dann weißt Du wie lang so ein Container ist.
Es kam ein großer Lastwagen angefahren mit einen Kran drauf und hinten auf der Ladefläche stand der Container. Der Brummbäropa hatte schon vorher den Platz auf der Weide vorbereitet und an allen vier Ecken dicke flache Steinplatten hingelegt wo dann der Container drauf gestellt wurde.
Dieser Container hatte noch Holzwände und konnte deshalb auf den Container-Schiffen nicht mehr verwendet werden. Das war aber für den Brummbäropa sehr praktisch denn er wollte eine Tür und vor Allem ein Fenster reinmachen damit Elsa und Hans auch bei schlechtem Wetter immer sehen konnte was draußen passierte. Der Brummbäropa trug sein ganzes Werkzeug das er brauchte auf die Weide, legte lange Stromkabel bis zu dem Container und fing an erst einmal die Löcher für die Tür und für das Fenster in die Holzwände zu schneiden. Elsa und Hans waren die ganze Zeit dabei und schauten zu. Wenn es nur beim Zuschauen geblieben wäre hätte der Brummbäropa auch nichts dagegen gehabt aber Elsa fühlte sich dazu berufen ihm dabei zu helfen. Dauernd suchte er sein Werkzeug, Elsa schleppte besonders gern den Hammer, die Zange oder den Schraubenzieher weg und versteckte das Werkzeug irgendwo auf der Weide. Oder sie zog immer wieder die Stromleitungen auseinander, auf jeden Fall war es für beide Seiten nicht langweilig. Hans stand meistens daneben und schaute zu, nur wenn der Brummbäropa ungeduldig wurde und Elsa weg scheuchte bekam er von Hans mit seinen Hörnern noch einen Stoß in den Hintern.
Der Brummbäropa schaffte es trotz der tatkräftigen Hilfe von Elsa und Hans den neuen Stall fertig zu bauen und nachdem er Stroh hinein gelegt hatte gingen auch Elsa und Hans rein denn sie hatten sofort begriffen dass dies nur eine neue Wohnung für sie sein konnte.
Danach baute der Brummbäropa noch ein spitzes Dach auf den Container damit er nicht mehr wie Kasten, sondern wie ein richtiges Haus aussah.
Anschließend wurde das neue Haus auch noch bunt angemalt und es wurde eine große Einweihung gefeiert. Elsa und Hans bekamen jeder eine extra Portion Möhren und weil Hans seine Möhren nicht so schnell auffrass wie Elsa hat sie ihm bei dem Rest auch noch geholfen.
Der Brummbäropa konnte sogar öfters beobachten wie Elsa auf der Weide Blumen pflückte und diese dann im Maul in das neue Haus trug und damit die neue Wohnung schmückte.

Dies ist keine Flunkergeschichte sondern es hat sich alles wirklich so zugetragen.





Elsa und Hans haben eine Überraschung für den Brummbäropa !

Es war ein schöner warmer Sommertag. Die Wohnung vom Brummbäropa und seinen Mitbewohnern lag im Parterre ebenerdig. Alle Fenster und Türen wurden aufgemacht damit möglichst viel frische Luft und Sonne in die Wohnung kam. Auf dem Land gibt es immer viele Fliegen und die nutzten die Gelegenheit der Wohnung des Brummbäropas einen Besuch abzustatten. Normalerweise wohnten sie immer beim Nachbarn im Kuhstall, wo es immer schön warm war und es immer genug zu fressen gab. Aber den Brummbäropa störte das nicht so sehr den er sagte immer "wenn man die Vorteile des Landlebens in Anspruch nehmen will, muß man die Nachteile auch in Kauf nehmen".
Der Brummbäropa stand in der Küche fing gerade an einen seiner Eintöpfe zu kochen für die er berühmt war. Außer seinen Fertiggerichten konnte er auch wunderbare Eintöpfe kochen die jedes mal anders ausfielen weil er sich die Rezepte nie aufschrieb und immer vergaß was er alles in den letzten rein getan hatte. Seltsamerweise gelangen sie jedoch bis auf wenige Ausnahmen immer. Alle Zutaten und Gewürze mischte er, wie er es nannte "nach Gutdünken" zusammen und er war jedes mal überrascht wenn er gelungen war und auch noch gut schmeckte. Wenn das Resultat jedoch nicht seinen Vorstellungen entsprach, was hin und wieder vorkam, landete der ganze Topf bei Elsa die das nicht so genau nahm.
Wie schon zuvor erwähnt versuchte der Brummbäropa wieder einmal einen Eintopf zu "zaubern" als ihm einfiel mal eine neue Kreation herzustellen. Dazu brauchte er aber einige Zutaten die er nicht da hatte. Er machte die Platten am Elektroherd aus, setzte sich in seine Ente und fuhr in die Stadt zum Einkaufen. Unterwegs fiel im ein dass er noch mehr einkaufen müsste. Er musste eigentlich immer irgend etwas einkaufen weil er sich nämlich nie einen Einkaufszettel machte und immer etwas vergaß. Er war schon immer ein Chaot und das hat sich bis heute nicht geändert. Als er schließlich bei Aldi war hatte er natürlich wieder vergessen was er eigentlich einkaufen wollte. Aber das war nicht so schlimm denn der Brummbäropa hatte dafür immer ein gutes Patentrezept. Er lief mit dem Einkaufswagen alle Gänge ab und guckte sich alle Sachen genau an in der Hoffnung dass ihm wieder einfiele was er einkaufen wollte. Diese praktische Übung hat er bis heute nicht verändert. Aber er kaufte immer sehr gerne ein und deshalb war das auch alles nicht so schlimm. Das dauerte natürlich seine Zeit, außerdem traf er noch Freunde mit denen er ein Schwätzchen hielt und da er den Herd abgestellt hatte spielte es auch keine Rolle ob der Eintopf zum Mittag oder zum Abend fertig würde. Am besten schmeckte er sowieso am nächsten Tag wenn er wieder aufgewärmt wurde.
Als er mit seiner Ente auf den Hof fuhr sah er das die Küchentür immer noch offen stand, er hatte vergessen sie zu zumachen. Er stellte sein Auto ab, holte alle Einkäufe von der hinteren Rückbank. In den Kofferraum passte nichts mehr rein weil er da immer soviel Krempel durch die Gegend fuhr und ging zum Haus.
Aus der Küche kamen seltsame Geräusche was ihn schon wunderte denn seine Mitbewohner Uwe war noch im Theater und würde erst spät abends wieder kommen und Manuela war nach Amerika in den Urlaub geflogen.
In der Küche waren Elsa und Hans. Das Bild das sich ihm bot hätte sich der Brummbäropa auch in seinen schrecklichsten Alpträumen nicht ausmalen können. Alle Schränke außer den Hängeschränken waren offen. Alle Kochtopfe, Pfannen, Küchengeräte. Kartoffeln, Zwiebeln, Trockenerbsen, Mehl, Zucker, Salz, Olivenöl, Gewürze, Kaffe, Tee, Brot, Marmelade, Eingemachtes, Konservendosen, Spülmittel auch für die Spülmaschine lagen auf dem Küchenfußboden verteilt. Einige Keramikschüsseln hatten dieses Abenteuer nicht überlebt und der Brummbäropa hatte endlich mal wieder genügend Platz in seinen sowieso viel zu vollen Schränken. Von den verschütteten Lebensmitteln, den Kochtopf mit dem Eintopf hatte sie auch vom Herd geholt, hatten sie dankenswert schon das Meiste aufgefressen. Sie machten einen sehr zufriedenen Eindruck und begrüßten den Brummbäropa freudig. Dem Brummbäropa gelang es nicht so richtig diese Freude zu teilen. Aber richtig böse sein konnte er auch nicht denn schließlich war er es der vergessen hatte die Tür zuzumachen. Er brachte Elsa und Hans auf ihre Weide, flickte das Loch im Zaun, verschob seine Planungen auf den nächsten Tag und fing an die Küche sauber zu machen. Alle Stühle und der Küchentisch kamen erst einmal auf den Hof und wurden abgewischt danach kamen erst einmal alle Kochtöpfe und Gerätschaften die heil geblieben waren nach draußen und dann die Konservendosen, die hatte Elsa nicht aufgekriegt.
Dann wurde der Küchenfußboden gründlich sauber gemacht, zum Glück hatte er Fliesen auf dem Fußboden. Eine gründliche Reinigung stand sowieso an aber der Brummbäropa hatte sie nicht für diesen Tag geplant. Dann mussten alle Schränke abgewischt werden. Zwei Türen von den Unterschränken hatte dies Attentat nicht überlebt aber der Brummbäopa konnte sie reparieren. Dann mussten alle Töpfe abgewaschen werden. Die Spülmaschine konnte er nicht benutzen weil er aus vorgenannten Gründen keine Spülmittel mehr hatte. Die Schränke wurden wieder eingeräumt und nachdem alles wieder hergestellt war, konnte der Brummbäropa einer seiner Lieblingsbeschäftigungen nachgehen. Er fuhr Einkaufen.

Aber diesmal machte er vorher die Tür zu.





Am Kamin beim Brummbäropa !

Der Brummbäropa hatte in seinem Wohnzimmer einen schönen schwedischen Kaminofen. Den hatte er auch schon in seinem vorigen Haus in der Stadt. Da man in wie ein Möbel transportieren konnte, hatte er ihn mitgenommen und in seinem neuen Haus im Wohnzimmer wieder aufgebaut.
Es gab für den Brummbäropa kaum etwas schöneres, von einigen Freuden des Lebens abgesehen deren Beschreibung nicht hierher gehören, als des Abends in seinem ledernen Ohrensessel mit einem Glas Rotwein vor dem Kamin zu sitzen und in die Flammen zu schauen, ein Buch zu lesen oder einfach nur seinen Gedanken nach zu hängen.
Er hatte den Schornstein bewusst mitten in das recht große Wohnzimmer bauen lassen, zum einen um eine Unterbrechung des Raumes herbei zu führen und zu anderen um damit auch die ganze Wohnung beheizen zu können.
Die Zentralheizung lief mit Gas das sich in einem großen Tank hinter dem Haus befand und sehr teuer war. Holz hingegen hatte er auf seinem recht großen Grundstück im Überfluss. Allein um den Teich standen mindestens 150 Bäume von denen hin und wieder einer gefällt werden musste weil er sonst in dem morastigen Untergrund umzufallen und in den Teich zu stürzen drohte.
Als er das Haus mit dem Grundstück kaufte war es übersät mit umgestürzten Bäumen und auch im Teich lagen zahlreiche Bäume. Nachdem alle diese Aufräumarbeiten beendet waren, hatte er Brennholz für mehrere Jahre.
Wenn er dann schon am Nachmittag den Kamin angeheizt hatte und er am Abend mit einer gehörigen Wärme brannte kamen immer die beiden Söhne von Helga, Tom und Edgar frisch gebadet und in Schlafanzügen herunter um noch eine halbe Stunde beim Brummbäropa vor dem Kamin zu verbringen. Es hatte sich nämlich mit der Zeit eingebürgert dass er den beiden Kindern vor dem Kamin immer eine Geschichte vorlas oder eine eigene erzählte und so wurde es zu einer lieben Gewohnheit auf die die Beiden nicht mehr verzichten wollten. Meistens gab es dazu noch einen Becher Kakao und ein paar Plätzchen oder andere Süßigkeiten.
Am liebsten brachten sie natürlich ihre eigenen Bücher mit, am liebsten die von Pedderson und seinem Kater Findus. Er musste ihnen auch immer die gleichen Geschichten vorlesen bis der Brummbäropa sie fast auswendig konnte. Manchmal machte er sich den Spaß etwas vorzulesen dass überhaupt nicht in dem Buch stand, wurde aber immer sofort von den aufmerksamen Zuhörern berichtigt den sie kannten die Bücher auch auswendig.
Er las ihnen auch die Märchen von den Brüdern Grimm vor, von denen sie aber auch die am spannesten fanden die sie schon kannten. Er erzählte ihnen selbst erfundene haarsträubende Geschichten von Räubern und Moorgeistern, von wilden Tieren und fremden Ländern. Manchmal waren die Geschichten so furchterregend dass die beiden Kinder Angst bekamen und sich in der großen Truhe die neben dem Kamin an der Wand stand versteckten. Sie kletterten immer hinein und der Brummbäropa musste dann den schweren Deckel zumachen. Sie blieben dann immer eine Weile drin und dann musste der Brummbäropa sie wieder rauslassen.
Wenn sie dann im Bett lagen erzählten sie ihrer Mutter die Geschichten noch mal und ihre Mutter, die Helga erzählte es dem Brummbäropa.
Allmählich wurden die Kinder größer und die Märchenstunden am Kamin verloren ihren Reiz, was wiederum der Brummbäropa sehr schade fand.





Zuwachs auf dem Bauernhof vom Brummbäropa !

Eines Tages fragte Helga den Brummbäropa ob er nicht ein paar Hängebauchschweine haben möchte. Eine Freundin von ihr aus Wilhelmshaven könne welche vermitteln. Außerdem sollten sie nichts kosten.
Der Brummbäropa kannte sich zwar mit Hängebauchschweinen nicht so richtig aus, war aber nicht abgeneigt. Also wurde ein Termin ausgemacht wann er diese Tiere in Ostfriesland abholen sollte. Er packte ein paar Kisten in die er Stroh reinlegte in seine Ente nachdem er den Rücksitz ausgebaut hatte. Helga setzte sich auf den Beifahrersitz und sie fuhren los.
In Ostfriesland war es für die bisherige Besitzerrin nicht so einfach diese wilden, zappeligen, schreienden Viecher einzufangen. Aber nach einigen Mühen gelang es trotzdem. Es waren junge Tiere, etwa vier Wochen alt. Nachdem sie in dem Auto verstaut waren machte sie noch ein mordsmäßiges Geschrei aber so etwas kannte der Brummbäropa ja noch von dem legendären Elsa-Transport.
Zu Hause angekommen entließ der Brummbäropa sie auf die Weide im Vertrauen darauf dass sie sich beruhigen und heimisch werden würden. Kaum aus den Kisten entlassen sausten sie wie die Irrsinnigen los in Richtung Zaun. Der Brummbäropa hatte den Zaun so gebaut damit Elsa und Hans nicht so ohne weiteres abhauen konnten was wie schon vorher beschrieben auch nicht immer gelang.
Die Hängebauchschweine wesentlich kleiner als Elsa, etwa so groß wie ein kleiner Dackel fanden sofort ein Loch im Zaun und weg waren sie.
Der Brummbäropa nahm einen Kescher mit den er eigentlich zum Fischefangen gekauft hatte mit dem er noch nie einen Fisch gefangen hatte und ging mit einigen Freunden und Nachbarn los um seine Hängebauchschweine zu suchen und wieder einzufangen.
Die gestaltete sich weitaus schwieriger als er geglaubt hatte. Schwarze kleine Schweine bei beginnender Dunkelheit im dichten Unterholz zu finden war das eine, sie auch noch zu fangen aber ein Anderes. Nach langen Suchen gelang es ihnen eines zu finden als sie es jedoch einfangen wollten sprang es kurzerhand in einen kleinen Teich und schwamm hindurch auf die andere Seite. Ehe der Brummbäropa und seine Genossen auf der anderen Seite waren war es schon wieder verschwunden und die Suche begann von Neuem. Schließlich fanden sie es unter einem Reisighaufen und kurze Zeit später zappelte im Netz des Keschers ein kleines, schwarzes, schreiendes Untier. Es wurde in den Stall gesperrt und los ging es noch drei weitere von den kleinen schwarzen Schweinen zu fangen.
So sehr sie auch suchten, sie fanden die anderen nicht mehr bis schließlich ein Nachbar mit einem Jagdhund kam der die restlichen Schweine innerhalb kürzester Zeit aufspürte. Zwei weitere Schweine waren schnell gefangen, nur das dritte war so wild und schnell dass der Brummbäropa bis tief in die Nacht hinein hinter dem Tier herjagen musste. Ich weiß nicht wer zum Schluss erschöpfter war das Hängebauchschwein oder der Brummbäropa aber die Erschöpfung hat schließlich dazu geführt dass der Brummbäropa auch noch das letzte Schwein einfangen konnte. Der Brummbäropa hat bei diesem Unternehmen bestimmt zwei Kilo abgenommen. Ohnehin war er damals auch noch schlanker als heute.
Nachdem er dann den Neuzugang drei Tage im Stall gelassen hat, wo er sie jeden Tag fütterte und zu trinken gab konnte er die Tür offen lassen und die kleinen Schweinchen kamen heraus und untersuchten zaghaft ihre neue Umgebung.
Da sie sowieso durch jeden Zaun durch kamen, versuchte der Brummbäropa erst garnicht sie einzusperren. Er fütterte sie immer direkt vor dem Heuschober, eines der kleinen Schweine starb kurze Zeit später und die restlichen drei nisteten sich im Heu ein. Sie wollten es halt nicht soweit vom Fressplatz bis zu ihren Schlafplatz haben.
Der Brummbäropa taufte sie auf die Namen Eberhard, Achmed und Berta. Da es ihm gelang die Tiere beim Fressen zu streicheln, wurden sie sehr schnell zutraulich und besonders Eberhard entwickelte eine besondere Zuneigung zu dem Brummbäropa was durchaus auf Gegenseitigkeit beruhte. So legte sich Eberhard dem Brummbäropa immer direkt auf die Füße und wollte von ihm am Bauch gekrault und gestreichelt werden. Auch besuchte er den Brummbäropa des Öfteren in der Küche, der aber gewarnt durch einschlägige Erfahrungen aufpasste dass er kein Unheil anstellte.
Berta bekam mehrmals Kinder, immer so zehn bis zwölf auf einen Mal und der Brummbäropa, der nun mal keine Hängebauchschweinezucht haben wollte hatte immer große Mühe diese jungen Schweine auch loszuwerden. Aber mit entsprechenden Anzeigen in der Zeitung gelang ihm auch dies.

Nur war es immer recht schwer die jungen Schweine auch einzufangen.






Wie das Schwein "Elsa"
zu dem Brummbäropa kam!


Wie das Schwein "Elsa"
einen Freund bekam!

Das Sommerfest beim Brummbäropa!

Elsa und Hans bekommen
einen neuen Stall!

Am Kamin beim Brummbäropa!

Zuwachs auf dem Bauernhof
vom Brummbäropa!